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100 Jahre alte Grundmauern auf Antoniuskolleg-Baustelle entdeckt

Seit Anfang des Monats wird die Baugrube für den Teilneubau des Antoniuskollegs ( Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwir berichteten ) ausgehoben. Für ein Aufhorchen sorgte am Dienstag vergangener Woche (10.07.) das Auffinden von Mauerresten zwischen dem Konvikt-Altbau und dem 'Franz-von-Sales-Haus'. Bekannt war, daß in dem betreffenden Bereich frühere Bebauung bestand, so das vor zehn Jahren abgerissene Schwestern-Wohnheim und ein bereits in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts abgetragener Bau aus der Gründerzeit des Kollegs.

Teile der am Antoniuskolleg aufgefundenen Mauerreste - (Foto oben : Gemeindeverwaltung)

Doch stammten die entdeckten Mauern eventuell von einem noch älteren Bauwerk, etwa dem Vorgängerbau der Neunkirchener Pfarrkirche ?  Bis zur Klärung dieser Frage mußten die Bauarbeiten hier kurzzeitig unterbrochen werden, die beauftragte Tiefbaufirma konnte aber nahe des Altbaus mit dem Aushub fortfahren.

Das seitens der Gemeindeverwaltung diesbezüglich eingeschaltete Amt für Bodendenkmalpflege, das einen Baustop an der Fundstelle verfügte, verlangte einen schriftlichen Nachweis, daß es sich um einen urkundlich belegbaren Baubestand handelt. Im Falle eines unbekannten Baukörpers wären detaillierte Untersuchungen notwendig gewesen, der Zeitplan des aktuellen Bauvorhabens gefährdet. Diesen Nachweis konnte der Historiker Hartmut Benz M.A. anhand Belegen zeitnah beibringen.

Bei den Mauerresten, die im Osten den chorähnlichen Abschluß eines Kirchenbaus aufgewiesen haben sollen, handelte es sich tatsächlich um die Überbleibsel eines bekannten Gebäudes. Es waren die beim Abriß verbliebenen Grundmauern eines 1901 errichteten und 1909 erweiterten Gebäudes mit Direktoren-Wohnung mit integrierter Hauskapelle, einem L-förmigen Baukörper entlang der heutigen Pfarrer-Schaaf-Straße mit der auf der Rückseite nach Osten herausragenden Kapelle.

Der Geländeschnitt zeigt Reste der Fundamente des Chorabschlusses der früheren Kapelle

Anhand der eingereichten Archivbelege gab das beim Kreis angesiedelte Amt für Bodendenkmalpflege den gesperrten Abschnitt der Baustelle am Donnerstag (12. Juli) wieder frei. Das bereits ausgehobene Erdreich konnte abtransportiert, das Ausbaggern der Baugrube fortgesetzt werden. Ein bedeutsamer archäologischer Fund war somit ausgeblieben. Dafür ist der Zeitplan für den Neubau jedoch nicht gefährdet. (cs)

Teile der Mauerreste gehörten zu den Fundamenten dieser im Jahre 1909 erbauten Kapelle (Ansichtskartenmotiv von 1912 - Quelle : Verlag Joh. Riesenkönig, Rheinbach)

17. Juli 2012

Ansichtskartenmotiv des frühen Gebäudebestands von 1911, die Kapelle war im Erdgeschoß des flacheren Gebäudeteils links (dunkle Tür / Motivfenster) mit rückwärtigem Anbau eingerichtet worden - (Quelle : Verlag Jos. Riesenkönig, Rheinbach)

 

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