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Neuer Fahrrad-Schutzstreifen im Ortszentrum von Seelscheid

Seit drei Wochen besteht auf der Zeithstraße in Seelscheid in Fahrtrichtung Much eine neue Verkehrsführung. Auf der Fahrbahn wurde zwischen dem Ende des Radwegs an der Einmündung der Römerstraße und dem 'Fliederhain' ein rund 260 Meter langer Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. Entschieden wurde dies nach einem Ortstermin unter Beteiligung des für Bundesstraßen zuständigen 'Landesbetrieb Straßenbau NRW', der Kreispolizeibehörde und der Gemeindeverwaltung.

Hintergrund sei das Unfallgeschehen, seit 2018 habe es in dem Bereich drei Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgängern und einen mit Radfahrern gegeben, teilt die Kreisverwaltung auf Anfrage mit. Ein Problem liegt darin, daß der nördlich der Römerstraße nur zwischen 1,20 Meter und 1,50 Meter breite Gehweg verbotswidrig von Radfahrern genutzt werde, weil dies teils als sicherer empfunden werde als das "objektiv sicherere" Fahren auf der Straße. Dies aber führe oftmals zu gefährlichen Verkehrssituationen zwischen Fußgängern und Radfahrern.

Die Markierung erfolgte, um die motorisierten Verkehrsteilnehmer mehr in Richtung Fahrbahnmitte zu leiten. Damit soll das Sicherheitsempfinden der Fahrradfahrer bei der Nutzung der Fahrbahn erhöht werden. Der neue Schutzstreifen hat eine Breite von 1,40 Meter, für den Fahrzeugverkehr bleibt noch eine Spur von 2,35 Meter Breite bis zur Mittellinie übrig. Diese Abmessungen lassen schon erkennen, daß Autos, insbesondere LKW, den Schutzstreifen bei Bedarf mitbenutzen dürfen. Der Radverkehr darf dabei aber nicht gefährdet werden. Auch im Bereich des Schutzstreifens gilt ein Mindestabstand von 1,50 Meter beim Überholen von Fahrradfahrern.

An der Einmündung der Straße 'Fliederhain' wurde der bislang zur Erhöhung der Aufmerksamkeit vollflächig rot markierte Querungsbereich für Fußgänger und Fahrradfahrer schwarz überstrichen. Nun weisen nur noch zwei Fahrradsymbole im Bereich des Schutzstreifens auf die die Einmündung querenden Verkehrsteilnehmer hin. Es sind die einzigen Symbole auf dem gesamten Schutzstreifen, die sonst übliche Kennzeichnung des Streifens durch weiße Fahrradsymbole auf dem Asphalt fehlt (noch).

Bemerkenswert ist das abrupte Ende des Schutzstreifens rund 50 Meter nördlich der Einmündung des 'Fliederhain'. Die Kreisverwaltung erläutert dazu, daß man sich entschieden habe, ihn dort auslaufen zu lassen, da sich "das Radverkehrsaufkommen im weiteren Verlauf deutlich verringert". Damit hat man elegant das Problem umgangen, daß der Schutzstreifen zehn Meter weiter in dieser Form nicht hätte weitergeführt werden können, weil eine bauliche Einschnürung die Fahrbahn verengt. Wie sich Fahrrad- und Autofahrer dort arrangieren, ist diesen nun selbst überlassen.

In Gegenrichtung (Richtung Siegburg) ist es Fahrradfahrern freigestellt, die Fahrbahn oder den Gehweg zu benutzen. Dieser ist durch ein Zusatzschild für den Fahrradverkehr freigegeben. Fußgänger haben dort aber Vorrang, dürfen nicht gefährdet werden. Nicht zulässig, sondern sogar extrem gefährlich ist es dagegen, den neuen Fahrradschutzstreifen auf der Südostseite der Zeithstraße entgegen der Fahrtrichtung zu befahren. Dies aber wurde von Verkehrsteilnehmern bereits beobachtet. (cs)

 

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12. August 2020


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