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Aktuelle Nachrichten

 
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(Auflistung der von Zwangsschließung betroffenen Betriebe erfolgt kostenfrei)

 

27.03.2020 - Feuerwehr

Feuerwehr sperrte unterspülten Feldweg bei Hasenbach ab

Einen zeitlich überraschenden Einsatz erhielt der Löschzug Neunkirchen der Freiwilligen Feuerwehr am heutigen Nachmittag. Trotz einiger Tage ohne größere Niederschläge war gegen 17.30 Uhr ein unterspülter Weg gemeldet worden. Tatsächlich stellten die Wehrleute einen größeren Hohlraum unter dem nicht asphaltierten Wirtschaftsweg in Verlängerung des Aschenbrödelwegs bei Hasenbach fest. Dem Anschein nach hatte Wasser das Erdreich unter dem Weg diagonal verlaufend ausgewaschen. Damit keine Fahrzeuge einbrechen, wurde der betroffene Abschnitt von rund 50 Metern Länge bis zu einer Behebung des Schadens abgesperrt. (cs)


27.03.2020 - Kreisverwaltung, Gesundheit

Geringerer Anstieg der Infektionsfälle im Kreisgebiet

Der Anstieg der bestätigten Infektionen mit dem "SARS-CoV-2"-Virus im Kreisgebiet hat sich im Vergleich zum Vortag auf 6,5 Prozent abgeschwächt. 490 Personen haben inzwischen ein positives Testergebnis erhalten, 24 gelten gesichert als geheilt, die Anzahl der verstorbenen Patienten blieb bei zwei. Bezogen auf Neukirchen-Seelscheid stagniert die Zahl der Infizierten bei 18, Dunkelziffer wie gewohnt unbekannt.

Weltweit sind inzwischen knapp 600.000 Menschen erkrankt, zahlenmäßig angeführt von den USA und Italien, noch vor China. Rund 130.000 haben die Phase überstanden, andererseits gab es bislang schon 27.000 durch "COVID-19" verursachte Todesfälle. (cs)

Die weltweiten Zahlen im "Live-Ticker" :
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenstercoronavirus.jhu.edu/map.html  (Johns Hopkins University & Medicine)
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.ncov2019.live


27.03.2020 - Wirtschaft, Gesundheit, Umwelt

Warnung vor falscher Entsorgung alternativer Hygieneartikel

(Foto : 'Aggerverband')

Eine Information des 'Aggerverband' :  Leider haben auch im Verbandsgebiet des Aggerverbandes die sogenannten Hamsterkäufe der letzten Wochen dazu geführt, dass Toilettenpapier in vielen Haushalten derzeit häufig Mangelware ist. Verbraucher greifen somit aktuell zwangsläufig vermehrt zu Alternativen und nutzen zum Teil Papiertaschentücher, Haushaltsrollen und Feuchttücher als alternative Hygieneartikel, die dann unbedacht über die Abwasserleitung entsorgt werden.

Der Aggerverband warnt eindringlich davor, dass diese Artikel durch enthaltene Plastikfasern im Gegensatz zu handelsüblichem Toilettenpapier nicht im Wasser aufgelöst werden können. Hierdurch besteht die Gefahr, dass das Kanalsystem verstopft und mittelfristig auch die Pumpen auf den Kläranlagen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Daher bittet der Aggerverband alle Verbraucher : "Schützen Sie ihre Abwasserleitungen:Werfen Sie alternative Hygieneartikel nicht ins WC, sondern entsorgen Sie diese bitte in gut verschlossenen Müllbeuteln über die graue Tonne. Noch sind in den Kanälen und Kläranlagen unseres Verbandsgebietes keine Konsequenzen spürbar. Wir möchten aber alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufrufen, dem frühzeitig vorzubeugen."


26.03.2020 - Kreisverwaltung, Gesundheit

'SARS-CoV-2'-Infektionsfälle erneut 10 Prozent angestiegen

Die Anzahl der bestätigten "COVID-19"-Erkrankungen im Kreisgebiet ist binnen Tagesfrist um mehr als zehn Prozent angestiegen. 460 Menschen haben sich derzeit - nach entsprechendem Test gesichert - infiziert (Vortag 417). In Neunkirchen-Seelscheid sind es mittlerweile 18 Personen (Vortag 15). Unbekannt ist in beiden Fällen die vermutet hohe Dunkelziffer. Die Anzahl der vorsichtshalber in Quarantäne befindlichen Personen wird nicht mehr genau beziffert, es sind kreisweit bereits mehr als 2.000. (cs)


26.03.2020 - Wirtschaft, Schulen, Natur, Soziales

'Aggerverband' verschiebt Pflanzaktion mit Gesamtschule

(Archivfoto : 'Aggerverband')

Eine Information des 'Aggerverband' :  Aus aktuellem Anlass verschiebt der Aggerverband die für diese Woche geplante Pflanzaktion mit 30 hochmotivierten Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid in den Herbst.

Die Planung stand schon lange fest:Im Ortsteil Busch wollte der Aggerverband unter der Leitung von Forstwirt Guido Hennig motivierten Schülerinnen und Schülern der Klassen8 und9 der Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid die Möglichkeit geben, mit einer Aufforstungsaktion in den von Sturm und Borkenkäfer schwer beschädigten Waldstücken einen Beitrag zum Klimaschutz in ihrer Region zu leisten.

So war es geplant, in einer gemeinsamen zweitägigen Aktion Pflanzen von jungen Rotbuchen aus Naturverjüngungs-Verfahren auf ehemalige Fichtenbestände umzusetzen.

Jetzt warten beim Aggerverband 100Paar Handschuhe, Spaten und eigens zu diesem Zweck gespendete Eimer aus recyceltem Material auf ihren Einsatz im Herbst diesen Jahres, um dann mit Hilfe der Energie junger, interessierter Menschen die Schadflächen in unseren Wäldern wieder aufzuforsten.


25.03.2020 - Kreisverwaltung, Gesundheit

Infektionszahlen im Kreis steigen weiter kontinuierlich an

Im Vergleich zum Vortag hat sich die Zahl der mit dem Corona-Virus "SARS-CoV-2" nach Test bestätigt infizierten Menschen im Rhein-Sieg-Kreis um 61 auf 417 erhöht, die in Neunkirchen-Seelscheid um 3 auf 15. Die Menge der im Kreisgebiet in Quarantäne befindlichen Personen stieg ebenfalls - von 1.790 auf 1.946. Weiterhin gelten vier Infizierte als geheilt, ohne Veränderung blieb auch die Anzahl der Verstorbenen mit zwei.

Erneut gilt, daß die amtlichen Zahlen nur ein Teil der Wahrheit sind, und zwar nur der sicher nachgewiesene Teil. Nicht erfasst sind diejenigen Erkrankten, die keine oder nur geringe Symptome aufweisen und daher keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Auch diejenigen, die trotz Krankheitszeichen keinen Test durchlaufen dürfen, weil deren Kapazitäten begrenzt sind, fehlen. Weiterhin unberücksichtigt sind die Infizierten, die sich noch in der Inkubationszeit befinden, und diejenigen, deren Testergebnis noch aussteht. Die Dunkelziffer, so ist zu vermuten, ist daher wesentlich höher als die festgestellten Zahlen. (cs)


25.03.2020 - Kreisverwaltung, Kindergärten, Finanzen

Kreis entlastet Familien bei Elternbeiträgen für Kitas

Eine Information der Kreisverwaltung :  Für alle Eltern, deren Kinder eine Kita oder Kindertagespflegestelle in Alfter, Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth, Swisttal, Wachtberg oder Windeck besuchen, gibt es gute Nachrichten :  Das Kreisjugendamt verzichtet für den Zeitraum des vom Land NRW erlassenen Betretungsverbotes bei allen von der Schließung betroffenen Eltern auf die Erhebung der Elternbeiträge.

Das entschied Landrat Sebastian Schuster gemeinsam mit zwei Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses. Die Dringlichkeits-Entscheidung traf der Landrat auf Antrag der Kreistagsfraktionen CDU, Bündnis 90 / Die Grünen und SPD.

"Es ist mir wichtig, die Familien zu entlasten, die in dieser außergewöhnlichen Situation besonders betroffen sind", betont Landrat Sebastian Schuster. "Für viele Familien ist das Betretungsverbot mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden, denn sie müssen die Betreuung durch die Inanspruchnahme von unbezahltem Urlaub häufig selbst sicherstellen."

Damit verzichtet der Rhein-Sieg-Kreis auf Elternbeiträge in Höhe von rund 700.000 Euro. "Von der Befreiung profitieren die Eltern von rund 6.000 Kindern, die im Bereich des Kreisjugendamtes eine Kita oder Kindertagespflegestelle besuchen", erläutert Kreisjugenddezernent Thomas Wagner. Er bittet die Eltern gleichzeitig noch um ein wenig Geduld : "Wir arbeiten aktuell an einer möglichst pragmatischen Lösung für die praktische Umsetzung."

Die Elternbeitragsbescheide behalten trotz der heutigen Dringlichkeits-Entscheidung ihre Wirksamkeit. Das bedeutet, dass die Beiträge für den Monat April zunächst gezahlt werden müssen. Sobald das Procedere für die Erstattung geklärt ist, wird das Kreisjugendamt die betroffenen Eltern informieren.


25.03.2020 - Wirtschaft, Gesundheit

Unterstützung der lokalen Wirtschaft erhält Strukturen

Das Herunterfahren des gesellschaftlichen, aber auch des wirtschaftlichen Lebens zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist nicht nur für den Verbraucher eine Umstellung. Für viele Gewerbetreibende sind die Einschränkungen existenzbedrohend, schließlich sind Gastronomie, Freizeitbetriebe und große Teile des Handels auf noch unbestimmte Zeit von Amts wegen geschlossen.

Im Falle des Einzelhandels kommt eine Verschärfung hinzu, da es verstärkt zu einer Verlagerung von Einkäufen ins Internet kommt. Was bislang schon eine zunehmende Herausforderung für den lokalen Handel war, wird nun zu einer "amtlich verordneten" Wettbewerbsverzerrung. Profiteure sind auswärtige Händler, allen voran ein US-amerikanischer Großkonzern.

Um den Schaden wenigstens zu begrenzen, bieten Gastronomen verstärkt einen Abhol- oder sogar Lieferservice an, auch wenn dieser kein Ersatz für das normale Geschäft sein kann. Auch Einzelhändler, die ihre Geschäfte geschlossen halten müssen, reagieren mit Serviceleistungen im Hintergrund. So können Artikel telefonisch, per Mail oder über die Webseiten der Firmen geordert werden. Diese werden dann ausgeliefert. Beratungs- sowie Dienstleistungen wie Reparaturen wurden teilweise beibehalten.

Wer den örtlichen Handel erhalten und damit auch zukünftig ein möglichst großes Warenangebot vor Ort gewährleisten möchte, der sollte diese Angebote nutzen. Oder seine geplanten Anschaffungen um einige Wochen aufschieben und dann bei örtlichen Händlern tätigen, sobald die Ladenlokale wieder öffnen dürfen. Vielleicht läßt sich auch der ein oder andere Restaurantbesuch nachholen, indem man die Frequenz erhöht, wenn es wieder möglich ist.

Im Aufbau ist eine - sicherlich nicht vollständige - Übersicht, welche Angebote derzeit trotz geschlossener Ladentüren bestehen. Die Aufstellung wird regelmäßig ergänzt :
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Handwerk und Dienstleistungs-Betriebe ohne engen Kundenkontakt dürfen ihrer Tätigkeit uneingeschränkt nachgehen und stehen in der Regel in gewohntem Umfang zur Verfügung. (cs)


24.03.2020 - Kreisverwaltung, Gesundheit

Bestätigte 'COVID-19'-Fälle nach Wochenende kaum erhöht

Nach dem Wochenende, an dem keine Tests durchgeführt wurden, hat sich die Zahl der im Rhein-Sieg-Kreis bestätigt mit dem Corona-Virus "SARS-CoV-2" infizierten Menschen erwartungsgemäß nur geringfügig erhöht. Der heutige Stand beträgt 356 (Vortag 346), erstmals sind zwei Personen an den Folgen verstorben, als geheilt gelten vier. Die Zahl der Erkrankten in Neunkirchen-Seelscheid hat sich sogar um eine auf 12 reduziert. In "häuslicher Absonderung" befinden sich derzeit 1.790 Kontaktpersonen (Vortag 1.643). Das Labor habe seine Testkapazitäten nun aufgestockt, so die Kreisverwaltung. (cs)


24.03.2020 - Landesregierung, Gesundheit, Recht

Straf-/ Bußgeldkatalog zur Umsetzung des Kontaktverbots

Eine Information der Landesregierung NRW :  Zur Umsetzung des Kontaktverbots hat die Landesregierung einen Straf- und Bußgeldkatalog veröffentlicht. Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz. Damit sollen Infektionen vermieden und die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Ministerpräsident Armin Laschet : "Die Lage ist ernst. Es geht um Leben und Tod. Das strenge Kontaktverbot wird sicher helfen, das Ansteckungsrisiko schnell zu reduzieren. Die allermeisten Menschen halten sich zum Glück an die Regeln und zeigen sich solidarisch. Wir müssen nicht die Vernünftigen überwachen, sondern die Unvernünftigen bestrafen. Und zwar konsequent und hart. Die Signale müssen ankommen. Null Toleranz gilt auch gegenüber Rechtsbrechern im Kampf gegen das Corona-Virus."

Der Katalog enthält eine Übersicht, welche Verstöße als Straftaten und welche als Ordnungswidrigkeiten zu ahnden sind. Strafbar machen sich demnach beispielsweise Rückkehrer aus Risikogebieten, die vorsätzlich oder fahrlässig gegen Betretungsverbote, etwa in Altenheimen, verstoßen. Als Straftat gelten ebenso Ansammlungen in der Öffentlichkeit, bei denen mehr als zehn Personen zusammenkommen. Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen das Verbot verstößt, öffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchzuführen, macht sich ebenfalls strafbar. Ebenso aufgeführt sind Ordnungswidrigkeiten und die dazugehörigen Bußgelder.

Innenminister Herbert Reul : "Das sind harte Strafen. Aber wer nicht hören will, muss eben zahlen oder wird aus dem Verkehr gezogen. Es geht hier schließlich nicht um eine Kleinigkeit, sondern um die Gesundheit und das Leben von Millionen Menschen. Die Ordnungsämter und die Polizei werden die Maßnahmen mit Augenmaß, aber mit aller notwendigen Härte durchsetzen."

Zu den Ordnungswidrigkeiten gehören zum Beispiel Picknicken und Grillen in der Öffentlichkeit. Dafür werden 250 Euro Bußgeld verhängt. Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen, aber weniger als 10 Personen in der Öffentlichkeit muss jede Person 200 Euro Bußgeld bezahlen (sofern durch keine Ausnahme gedeckt). Wer gegen ein Besuchsverbot, zum Beispiel in einem Altenheim oder Krankenhaus verstößt, muss 200 Euro Bußgeld bezahlen. Die Sätze gelten für einen Erstverstoß. In besonders schweren Fällen werden sie verdoppelt. Bei Wiederholungsfällen können bis zu 25.000 Euro Bußgeld verhangen werden.

Bußgelder und Strafen :

öffentliche Ansammlung von mehr als 2 Personen :  200 Euro
(Bußgeld pro Beteilgter - sofern durch keine Ausnahme gedeckt)

öffentliche Ansammlung von mehr als 10 Personen :
Straftat - Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren

Grillen / Picknicken :  250 Euro (pro Beteiligter)

Gefährdung von Risikogruppen :

unerlaubte Besuche in Krankenhäusern / Pflegeheimen :
200 Euro pro Besucher

Handel und Gastronomie :

Betrieb von Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen :  5.000 Euro
Betrieb von Restaurants, Cafés, Kneipen :  4.000 Euro
Betrieb von Fitness- oder Sonnenstudios :  5.000 Euro
Betrieb von Friseursalons, Kosmetikstudios :  2.000 Euro
Nichteinhaltung der Hygienevorschriften :  1.000 Euro


24.03.2020 - Wirtschaft, Gesundheit

'RSAG' stellt Abfuhr-Sonderleistungen bis auf weiteres ein

Eine Information der 'Rhein-Sieg-Abfallwirtschafts-Gesellschaft' :  Ab sofort werden keine Sperrmüllanmeldungen etc. mehr angenommen - die Konzentration auf das Leeren der Tonnen steht an vorderster Stelle.

Der Krisenstab der RSAG hat aktuell weitere Schritte im Zusammenhang mit der Corona-Krise getroffen. So werden in den nächsten Wochen vorübergehend einige Sonderleistungen wie die Sperrmüllabfuhr vorübergehend eingestellt. Die RSAG reagiert damit frühzeitig auf drohende Personalengpässe von Mitarbeitern durch häusliche Quarantäne und die sich stärker auswirkende Betreuung des familiären Nachwuchses. Insofern ist die RSAG schon heute gezwungen, ihre Kräfte auf die derzeit absolut notwendigen Leistungen zu konzentrieren.

Im Einzelnen wurden folgende Entscheidungen getroffen :

  • Die Leerung der Restmüll-, Bio-, Altpapier- und der Wertstofftonne wird weiterhin in der gewohnten Form und zu den bekannten Terminen erfolgen.
  • Die Sperrmüllabfuhr wird mit Beginn der Osterferien ab Montag, 6. April, für unbestimmte Zeit ausgesetzt. Es werden ab sofort keine Termine mehr telefonisch vergeben. Auch online sind keine Anmeldungen möglich.
  • Bereits in der Vergangenheit vergebene Termine mit Abholdaten bis zum Freitag, 3. April, sind davon nicht betroffen. Hier erfolgt noch die Abfuhr.
  • Das gleiche Prozedere gilt für die Anmeldung und Abholung von Elektrogroßgeräten. Auch hier werden keine Termine mehr vergeben und die Abholung der Geräte ab Montag, 6. April, ausgesetzt.
  • Die Grüngut-Bündelsammlung, die bisher im 4-wöchentlichen Rhythmus stattfindet, wird ebenfalls mit dem Osterferienstart am 6. April vorerst eingestellt. Auch hier finden keine Terminvergaben mehr statt.
  • Gebuchte Behälter-Reinigungen werden ab dem 6. April ebenfalls eingestellt
  • Kunden der RSAG, die in den letzten Wochen schon Termine für einzelne Sonderleistungen über den 6. April hinaus erhalten haben, werden gebeten, ihre Abfälle nicht an die Straße zu stellen.

Ferner hatte die RSAG schon in der letzten Woche die Schließung ihrer Entsorgungsanlagen für private Anlieferungen beschlossen. An den nächsten Samstagen bleiben die Entsorgungsanlagen auch weiterhin für alle privaten und gewerblichen Anlieferungen geschlossen.

"Die Abfallentsorgung im Kreis wird aufrechterhalten. Die jetzt getroffenen Entscheidungen dienen aber dazu, sich mit dem zur Verfügung stehenden Personal schwerpunktmäßig auf die Dienstleistungen zu konzentrieren, die bei der täglichen Müllabfuhr Priorität besitzen. Da die Dauer der Krise nicht abzuschätzen ist, müssen wir verantwortungsvolle Entscheidungen mit Blick nach vorne treffen. Auch die Hygiene spielt eine wichtige Rolle. Deshalb steht die Konzentration auf das Leeren der verschiedenen Mülltonnen an vorderster Stelle."

Die RSAG bittet vor dem Hintergrund der nicht abzuschätzenden weiteren Entwicklung um das Corona-Virus für die getroffenen Entscheidungen um Verständnis !  Über den Liveticker  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.rsag.de/corona  können alle wichtigen Informationen und Entscheidungen nachgelesen werden.


23.03.2020 - Gesundheit, Kreisverwaltung

13 'COVID-19'-Fälle in der Gemeinde, Dunkelziffer unklar

Die Kreisverwaltung hat heute nachmittag die aktuellen Zahlen der bestätigten Fälle von Infizierungen mit dem Corona-Virus "SARS-CoV-2" veröffentlicht. Demnach gibt es nun 336 Erkrankte im Kreisgebiet, wobei es sich zum allergrößten Teil um leichte Fälle handelt. In stationärer Behandlung sind davon im Bundesvergleich ungewöhnlich wenige Menschen, nämlich nur zwei. Vier Personen, die die "COVID-19" bezeichnete Infizierung aufwiesen, seien mittlerweile geheilt. 1.643 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. In Neunkirchen-Seelscheid gibt es nun 13 bestätigte Krankheitsfälle.

Alle Zahlen sind aber mit Vorsicht zu genießen, denn sie spiegeln immer einen älteren Stand wider. So dürfte es auch zahlreiche Infizierte ohne oder mit nur leichten Symptomen geben, die sich nicht testen lassen oder denen ein Test aus Kapazitätsgründen verwehrt wird. Zudem muß man die Inkubationszeit von soweit bekannt zwei bis 12 Tagen berücksichtigen. Weiterhin verzögert die Dauer bis zum Vorliegen der Testergebnisse die Kenntnis über bestätigte Fälle. Hinzu kommt, daß künftig eher weniger getestet werden soll, um die Labore nicht zu überlasten, auch wenn nun - neben Siegburg - zwei weitere "Abstrichzentren" in Hennef und Rheinbach eingerichtet wurden. (cs)


23.03.2020 - Feuerwehr

Seelscheider Feuerwehr stellte Grundschutz in Lohmar sicher

In der vergangenen Nacht gegen 3 Uhr rückte der Löschzug Seelscheid der Freiwilligen Feuerwehr nach Lohmar aus, um dort in Bereitschaft zu stehen und den Grundschutz für die Nachbarstadt sicherzustellen. Die fünf Einheiten der Lohmarer Feuerwehr waren ab 2.20 Uhr alarmiert worden und vollständig in der Bekämpfung eines Wohnhaus-Vollbrandes eingebunden. Nach zwei Stunden konnten die Seelscheider Kräfte wieder einrücken.
Näheres zum Großbrand in Lohmar unter  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.lohmar.info


23.03.2020 - Vereine, Veranstaltungen, Soziales

Konzerterlöse des 'Vokalensemble Seelscheid' für die 'Tafel'

Konzert in der Evangelischen Dorfkirche - (Foto : 'Vokalensemble Seelscheid')

Eine Information des 'Vokalensemble Seelscheid' :  Das Vokalensemble Seelscheid mit der Konzertpianistin Gabriella Brezóczki-Wedewardt luden am 1.März in die Evangelische Dorfkirche Seelscheid und am 8.März in die Evangelische Kirche in Neunkirchen zu einem Konzert ein. Geboten wurden Werke von der Renaissance bis zur Gegenwart. Der Eintritt war frei, doch wurde um eine Spende am Ausgang für die Neunkirchen-Seelscheider 'Tafel' gebeten.

Diese Bitte war nicht vergebens :  Beide Konzerte zusammen erbrachten den stolzen Betrag von 1.680 Euro, welcher der 'Tafel' nun für weitere Hilfen zur Verfügung steht. Wegen der Corona-Pandemie konnte die Übergabe des Schecks nicht persönlich erfolgen. Doch gerade in dieser besonderen Situation wird das Geld zweifellos gute Dienste leisten. Das Vokalensemble Seelscheid dankt allen Geberinnen und Gebern sehr herzlich.


22.03.2020 - Landesregierung, Gesundheit, Recht

Kurzfassung des Maßnahmenpakets von Bund und Ländern

Leitlinien des Bundes und der Länder im Kampf gegen das Corona-Virus :

1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter 1. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,50 Metern, besser noch von 2 Metern einzuhalten.

3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiterhin möglich.

5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollen von Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoostudios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil man in diesem Bereich eine körperliche Nähe hat, die ja unabdingbar für die Berufsausübung ist, und sie deshalb nicht zu den Leitlinien, die wir uns gegeben haben, passen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiterhin möglich.

8. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.

9. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.


22.03.2020 - Landesregierung, Gesundheit, Recht

Weitreichendes Kontaktverbot zur Pandemie-Eindämmung

Eine Information der Landesregierung NRW :  Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen, das ab Montag (23. März) in Kraft tritt.

Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. Ausgenommen sind die Verwandten in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungs-relevanten Gründen. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zulässig.

Ministerpräsident Armin Laschet : "Nordrhein-Westfalen hat als eines der ersten Länder das öffentliche Leben in der Corona-Krise massiv heruntergefahren. Das war richtig, diesen Weg gehen wir weiter - und verstärken die Maßnahmen in diesem Bereich. Während die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger erkannt hat, dass es um Leben und Tod geht, beobachten wir aber auch noch viel Unvernunft. Es gibt immer noch Menschen, die Regeln und Empfehlungen missachten und sich so maximal unsolidarisch und gefährlich verhalten. Das dulden wir nicht.

Wir setzen deshalb jetzt ein weitreichendes Kontaktverbot in Kraft. Ab Montag null Uhr sind Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen verboten. Mit der neuen Rechtsverordnung überwachen wir nicht die Vernünftigen, sondern bestrafen die Uneinsichtigen. Konsequent und hart. Es ist gut, dass sich Bund und Länder auf dieses gemeinsame und geschlossene Vorgehen einigen konnten."

Zur Umsetzung der Rechtsverordnung sind die zuständigen Behörden gehalten, die Bestimmungen energisch, konsequent und, wo nötig, mit Zwangsmitteln durchzusetzen. Dabei werden sie von der Polizei unterstützt. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Die zuständigen Behörden sind gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen.

Neben dem weitreichenden individuellen Kontaktverbot hat die Landesregierung weitere Restriktionen beschlossen. Einige zentrale Änderungen im Überblick :

Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

Besuche sind grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Die Einrichtungsleitung soll Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung zulassen, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist (zum Beispiel auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten).

Handwerk, Dienstleistungsgewerbe

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen.

Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör.

Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,50 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt.

Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

Handel

Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal), unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

Gastronomie

Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt.

Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

Veranstaltungen, Versammlungen, Gottesdienste, Beerdigungen

Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge (insbesondere Blutspende-Termine) zu dienen bestimmt sind.

Versammlungen zur Religionsausübung unterbleiben; Kirchen, Islam-Verbände und jüdische Verbände haben entsprechende Erklärungen abgegeben. Zulässig sind Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familien- und Freundeskreis.

Bibliotheken

Bibliotheken einschließlich Bibliotheken an Hochschulen haben den Zugang zu ihren Angeboten zu beschränken und nur unter strengen Schutzauflagen (insbesondere Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Lese- und Arbeitsplätzen von 2 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen) zu gestatten.

Die Rechtsverordnung tritt am Montag, 23. März 2020, um 0.00 Uhr in Kraft.


22.03.2020 - Vereine, Soziales

Bürgerstiftung Seelscheid hat einen neuen Vorstand

Eine Information der Bürgerstiftung Seelscheid :  Im Vorstand der Bürgerstiftung Seelscheid hat es Veränderungen gegeben. Dr. Georg Nies hat aus persönlichen Gründen sein Amt als Vorsitzender der Bürgerstiftung Seelscheid abgegeben. Das Kuratorium hat Bettina Pflanzer neu in den Vorstand berufen. Der Vorstand hat Horst Schmitz zum Vorsitzenden und Bettina Pflanzer zur Schatzmeisterin gewählt. Sarah Roßkothen bleibt weiterhin stellvertretende Vorsitzende. An dieser Stelle dankt die Bürgerstiftung Seelscheid Herrn Dr. Nies für seine langjährige Unterstützung und seine Vorstandsarbeit. Dr. Nies wird der Bürgerstiftung auch in der Zukunft freundschaftlich verbunden sein.
HG Scholz


21.03.2020 - Polizeimeldungen, Gesundheit

Die Polizei warnt vor neuen Maschen von Trickbetrügern

Eine Information der Polizei Oberbergischer Kreis :  Die "Branche" der Betrüger und Diebe hat sich schnell auf die Corona-Thematik eingestellt und nutzt die Maßnahmen der Gesundheitsbehörden auf ihre Weise. Der Erfahrung nach werden Ganoven in Zukunft auch hierzulande auf die neuen Täuschungsversuche zurückgreifen.

Der neueste Trick ist ein angeblicher Besuch vom Gesundheitsamt. Unter dem Vorwand, einen Corona-Test durchführen zu müssen, sollen in den vergangenen Tagen Unbekannte unter dieser Legende um Einlass in die Wohnung gebeten haben. Wie das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises mitgeteilt hat, führt das Gesundheitsamt im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie keine Hausbesuche durch. Lassen Sie sich daher nicht täuschen und gewähren Sie Unbekannten keinen Zugang zu ihren eigenen vier Wänden. Im Zweifelsfall verständigen Sie die Polizei unter der Notruf-Nummer 110.

Auch den altbekannten Enkeltrick haben Betrüger schon auf die Corona-Epidemie angepasst. Angebliche Verwandte benötigen plötzlich Geld für teure Medikamente oder geben vor, aufgrund einer Quarantäne sich kein Geld von der Bank besorgen zu können. Halten Sie sich an die Devise, niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte oder angebliche Boten zu übergeben !

Selbst vor den vielerorts ins Leben gerufenen Einkaufshilfen für ältere Menschen schrecken die Kriminellen offenbar nicht zurück. Auch hier soll es schon Fälle gegeben haben, dass Betrüger mit ihren Hilfsangeboten lediglich auf das Geld der Senioren aus waren.

Die gängigsten Methoden von Betrügern und Trickdieben finden Sie im Internet auf den Seiten der Polizeiprävention :  Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.polizei-beratung.de/themen-und-tipps


21.03.2020 - Gesundheit

Kinderbetreuung von Personen in kritischer Infrastruktur

Eine Information des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW :  Neuregelung zur Betreuung von Kindern von Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind (Schlüsselpersonen) und Betreuung am Wochenende :

Ab Montag, dem 23. März, gilt eine Neuregelung, wer anspruchsberechtigt ist. Um den Betrieb der kritischen Infrastruktur sicherzustellen, hat die Landesregierung entschieden, dass jede Person, die in kritischer Infrastruktur tätig ist und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann, unabhängig von der familiären Situation einen individuellen Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder in Kindertagesbetreuungs-Angeboten hat, wenn die Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll - entsprechend der Empfehlungen des 'Robert-Koch-Institut' - organisiert werden kann.

Es reicht damit, wenn von einem Elternteil eine entsprechende Bescheinigung vorlegt wird, es müssen nicht länger von beiden Elternteilen Bescheinigungen vorgelegt werden. Alleinerziehende, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, brauchen neben der Arbeitgeberbescheinigung keine weiteren Nachweise zu erbringen.

Der Betreuungsanspruch wird in den Einrichtungen oder Kindertagespflegestellen erfüllt werden, mit denen Eltern einen Betreuungsvertrag haben.

Einen Betreuungsanspruch haben auch die Eltern, die keinen Betreuungsvertrag mit einem Kindertagesbetreuungs-Angebot haben !  Eltern wenden sich in diesen Fällen an das Jugendamt.


Wenn das Kinderbetreuungs-Angebot, mit dem Eltern einen Betreuungsvertrag haben, eine Betreuung verweigert beziehungsweise ablehnt, wenden sich Eltern auch an das Jugendamt.

Betreuung am Wochenende :  Eine Wochenendbetreuung wird ab dem 23. März sichergestellt. Am Wochenende 21./22. März wirdeine Wochenendbetreuung dort angeboten, wo die Jugendämter und Träger hierfür bereits Vorsorge getroffen haben.


20.03.2020 - Politik, Gesundheit

Parteien vereinbarten Selbstbeschränkung in der Krisenzeit

Die Kommunalwahlen im September rücken näher, die Parteien stellen ihre Kandidaten auf und ihre Wahlprogramme zusammen. Der im Wahlkampf üblicherweise frühzeitig startende Schlagabtausch aber passt nicht in die Zeit, in der die "Corona-Krise" den Zusammenhalt der Gesellschaft erfordert. Politische Sticheleien wären in dieser Situation kaum vermittelbar. Dies sehen auch die im Gemeinderat vertretenen und zur bevorstehenden Wahl wieder antretenden Parteien so. Aus diesem Grund wurde eine Vereinbarung getroffen, Wahlkampf-Aktivitäten in den nächsten Wochen zu unterlassen, die auch den Verzicht auf scharfe Kommentare in (a)sozialen Netzwerken einschließt.

Die Vereinbarung im Wortlaut :

Öffentliche Wahlkampfauftritte ruhen - Parteien vereinbaren "Burgfrieden"

Aktuell überschlagen sich die Ereignisse im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus. Die Landesregierung hat in dieser Woche die Schließung der Schulen und Kindergärten angeordnet. Auch in der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid wurden bereits Maßnahmen umgesetzt und weitere werden - soweit notwendig - noch angeordnet. Veranstaltungen wurden abgesagt und Sportvereine stellen ihren Trainingsbetrieb ein.

Aus diesem Grund haben wir uns gemeinsam darauf verständigt, zunächst bis zum 19. April einen "Burgfrieden" zu vereinbaren. In dieser Zeit werden keine publikumswirksamen Veranstaltungen, Informationsstände, Verteilaktionen und weitere derartige öffentliche Wahlkampfaktionen stattfinden.

Wo immer es möglich und nötig ist, werden die Parteien die Gemeinde- und Kreisverwaltung unterstützen, denn eine solche Krise eignet sich nicht für parteipolitisch motivierte Zwecke.

Aus diesem Grund appellieren wir an alle, sich auch bei der Kommentierung von politischen Vorgängen in den sozialen Netzwerken an die Regeln von Anstand und Respekt zu halten. Wir werden untereinander Kontakt aufnehmen, wenn eine Verletzung des "Burgfriedens" eintreten sollte.

Wir danken allen Beteiligten, die ehren- und hauptamtlich bei der Bekämpfung der Pandemie mithelfen, und sichern ihnen unsere volle Unterstützung zu.

Andreas Stolze, CDU
Ulrich Galinsky, SPD
Astrid Normann, Bündnis 90 / Die Grünen
Eberhard Seiffe, FDP
Guido Demmer, FUW


20.03.2020 - Vereine, Sport, Personen

Jahreshauptversammlung und Vorstandswahl beim 'SCB'

Eine Information des 'Sportclub Germania Birkenfeld' :  Am Donnerstag, den 4. März, fand die Jahreshauptversammlung des 'Sportclub Germania Birkenfeld' statt. Nach den einleitenden Worten des 1. Vorsitzenden Heribert Schäfer lauschten die anwesenden Vereinsmitglieder aufmerksam dem Geschäftsbericht des Geschäftsführers Markus Hartmann und dem positiven Kassenbericht des Kassierers Willi Sommerhäuser. Nach dem Bericht der Kassenprüfer Joscha Ehses und Ali Taher wurde die Vereinsführung durch die Anwesenden Vereinsmitglieder entlastet, und es standen Neuwahlen für den Vorstand des 'SCB' auf dem Programm.

Wahlleiter Daniel Vits führte gekonnt und zügig die Neuwahlen durch. Dabei wurden gewählt :  Heribert Schäfer (1. Vorsitzender), Sebastian Bergholz (2. Vorsitzender), Markus Hartmann (1. Geschäftsführer), Paul Kukla (2. Geschäftsführer), Willi Sommerhäuser (1. Kassierer, seit Vereinsgründung), Patrick Fichte (2. Kassierer), Felix Dreckmann (1. Spielführer), Simon Krieger und Daniel Vits (2. Spielführer), Willi Sommerhäuser (Pressesprecher), Willi Sommerhäuser (Organisation Altherren-Abteilung), Paul Kukla (Stellvertreter Altherren-Abteilung), Lucas Krieger und Jonas Wischerath (Kassenprüfer)

Als beste Torschützen im Jahre 2019 wurden Lucas Krieger, Dennis Janzen, Stefan Schulz, Felix Dreckmann und Ben Bröxkes geehrt.
Für die meisten Spieleinsätze im Jahre 2019 wurden John Münchrath, Paul Kukla, Markus Lohmar und Jochen Stoßberg geehrt.
Die Spieler mit den meisten Trainingsbeteiligungen im Jahre 2019 waren Tobias Orth, John Münchrath und Joscha Ehses.
Alle Geehrten konnten sich über ein Präsent vom Verein freuen.
Willi Sommerhäuser, Pressesprecher


19.03.2020 - Gemeindeverwaltung, Gesundheit, Wirtschaft, Recht

Restaurant- und Biergarten-Betrieb vorläufig untersagt

Nach dem vorläufigen Verbot von Veranstaltungen sowie Sport- und Freizeit-Angeboten, der Schließung vieler Branchen des Handels und weiterer einschränkender Maßnahmen in den vergangenen Tagen wurden mit Wirkung des heutigen Tages die Vorgaben für die Gastronomie weiter verschärft. Demnach ist ein Verzehr von Speisen und Getränken in Restaurants, Bäckereien und ähnlichen Betrieben ebenso untersagt wie in Biergärten. Somit ist seitens der Gastronomie nur noch ein Außer-Haus-Verkauf oder der Liederdienst zulässig.

Die aktuell gültige Allgemeinverfügung der Gemeinde nach dem Infektionsschutzgesetz mit ausführlichen Definitionen ist nachfolgend zu finden :


19.03.2020 - Gesundheit, Kreisverwaltung

'SARS-CoV-2'-Infektionsfälle steigen weiterhin stark an

Die Zahlen der im Rhein-Sieg-Kreis mit dem Corona-Virus "SARS-CoV-2" infizierten Personen steigt weiterhin stark an. Nach Test bestätigt haben sich inzwischen 228 Menschen im Kreisgebiet angesteckt und sind damit Träger der "COVID-19" benannten Krankheit. In Neunkirchen-Seelscheid ist die Zahl der bestätigten Fälle dabei sprunghaft auf 11 angestiegen. In Quarantäne ("häuslicher Absonderung") befinden sich kreisweit nun 1.120 Personen.

Doch die Angaben, die die Kreisverwaltung täglich veröffentlicht, können nie den aktuellen Stand abbilden. Denn bis das Ergebnis der individuellen Tests vorliegt, vergehen inzwischen mehrere Tage, weil die Labore stark ausgelastet sind. Die Zahlen stellen also immer den Status einige Tage vorher dar.

Zudem werde längst nicht jeder Erkrankte mit Erkältungs- oder Grippe-Symptomen getestet, um die Material- und Laborkapazitäten nicht zu erschöpfen. Der vorherige Aufenthalt in einem Risikogebiet oder der Kontakt zu einem erwiesen Infizierten sollen zumeist Voraussetzung für den Test sein. Somit dürften sich auch Infizierte zu Hause auskurieren, ohne getestet worden zu sein. Mancher Infizierte ohne oder mit nur milden Symptomen verzichtet auch gänzlich auf eine Überprüfung. Beide Fälle werden statistisch also nicht erfasst. Wie hoch die Dunkelziffer ist, ist unklar, Experten gehen teils vom Faktor 10 aus.

Fazit :  Die Vermeidung von unnötigen Sozialkontakten ist weiterhin das Gebot der Stunde. Der Anstieg von Infektionen muß verringert werden, um Zustände wie im Elsaß oder besonders in Italien zu verhindern, wo die Klinik-Kapazitäten nicht mehr für die Anzahl der - in allen Altersgruppen, verstärkt bei älteren Patienten auftretenden - schweren Krankheitsfälle ausreicht. (cs)


19.03.2020 - Gesundheit, Gesellschaft

Ignoranz gefährdet Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung

Die Anordnungen von Vorsorge-Maßnahmen gegen die schnelle Ausbreitung von Infizierungen mit dem Corona-Virus "SARS-CoV-2" werden derzeit fast täglich verschärft, wobei Neunkirchen-Seelscheid den Nachbargemeinden sogar etwas "hinterherhinkt". Der Grund für den Erlass von Maßnahmen dürfte auch in der Uneinsichtigkeit, Gleichgültigkeit oder gar Ignoranz mancher Mitbürger liegen, wenn man die Ansammlung von Personengruppen in der Öffentlichkeit zugrundelegt.

Spiel- und Sportanlagen sind theoretisch gesperrt, um Sozialkontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Tatsächlich sind (Stand Mittwochabend) solche Einrichtungen in Neunkirchen abgesperrt, während es in Seelscheid sowie bei den Anlagen im Sportpark Breitscheid nicht einmal Hinweisschilder gibt. Teils werden Sportanlagen von Gruppen zum Ballspiel genutzt. Zudem sorgt das gute Wetter für weitere Treffen teils auch größerer Personengruppen in Freien.

Die zumeist von übergeordneten Behörden verordneten Maßnahmen wie die Schließung von Schulen und Kindergärten, aber auch die Absage aller kulturellen Veranstaltungen und die angeordnete Schließung von Geschäften, die nicht der Grundversorgung mit dem täglichen Bedarf dienen, werden dadurch konterkariert. Der aktuelle Ausnahmezustand für die Wirtschaft und jeden einzelnen wird somit nur verlängert. Dieses Verhalten könnte auch dazu führen, daß bald - sonst unnötige - Ausgangssperren verhängt werden. Das 'Robert-Koch-Institut' werte bereits anonymisierte Handy-Standortdaten aus, um die Situation bundesweit zu bewerten.

Die Stadt Lohmar hat heute morgen bereits den Verzehr in Restaurants, aber auch in der Außengastronomie gänzlich untersagt. Weitere Einschränkungen sind auch in Neunkirchen-Seelscheid zu erwarten. Wie restriktiv solche Maßnahmen ausfallen, liegt auch am Verhalten der Bürger/innen. Ziel aller Bemühungen ist es, eine zu befürchtende Überlastung des Gesundheitssystems schon im Vorfeld zu verhindern. (cs)


18.03.2020 - Gesundheit, Kinder

Hinweise für Eltern ohne Anspruch auf Kinderbetreuung

Eine Information des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen zur Betreuung von Kindern in Großgruppen / Betriebsgruppen / am Arbeitsplatz :  Das Ministerium möchte auch die Eltern in den nächsten Tagen und Wochen bestmöglich informieren. Mit diesem Elternbrief wenden wir uns insbesondere an die Eltern, die keinen Anspruch auf ein Kindertagesbetreuungs-Angebot haben.

Wir danken Ihnen zunächst für das nach unserer Wahrnehmung große Verständnis, das Sie für die Umsetzung des Erlasses zum Betretungsverbot aufbringen. Wir wissen, dass Sie vor immensen Herausforderungen hinsichtlich der Betreuung Ihrer Kinder stehen. Zudem bringt die Betreuung der Kinder für viele Eltern sehr schwierige, für manche auch existentielle Fragestellungen mit sich.

Und auch wenn wir dafür Verständnis haben, momentan hat die Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus die oberste Priorität. Deswegen warnen wir dringend davor, die Betreuung Ihrer Kinder so zu organisieren, dass neue Kontaktnetze entstehen. Dies befeuert die Ausbreitung des Corona-Virus weiter.

Bitte bilden Sie keine Kinderbetreuungs-Gruppen am Arbeitsplatz.

Bitte bilden Sie keine größeren Kinderbetreuungs-Gruppen im 
privaten Rahmen.


Diese Betreuungsformen konterkarieren die Infektionsschutz-Maßnahme 
"Betretungsverbot in Kindertagesbetreuungs-Angeboten". 
Bitte betreuen Sie Ihr Kind / Ihre Kinder am Arbeitsplatz nur dann, wenn 
dadurch keine neuen Kontaktnetze entstehen. 
Bitte organisieren Sie die Betreuung verantwortungsvoll und unter Beachtung der Empfehlungen des 'Robert-Koch-Institut'. Bitte lassen Sie Ihre Kinder nicht von den Großeltern betreuen.

Der Kinder- und Jugendminister hat hierzu mit dem Wirtschaftsminister vereinbart, dass dieser diese dringende Bitte auch an die Arbeitgeber heranträgt. Er wird dafür werben, dass diese alles tun, um eine Kinderbetreuung zu Hause zu ermöglichen.


Mit freundlicher Unterstützung von :


Stand : 27.03.2020

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